Fraunhofer IKTS: MI(N)TmachLabor SENSOR SPACE entsteht am TRIDELTA CAMPUS

Montag, 15. Februar 2021, 16:12 Uhr
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert ab November 2020 die besten regionalen MINT-Cluster. Dies ist Teil einer zentralen Förderstrategie für die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Durch außerschulische Angebote für Kinder und Jugendliche soll die MINT-Bildung in der Breite gestärkt und somit langfristig Fachkräfte gesichert werden. Unter den geförderten Projekten ist auch das MINT-Cluster SENSOR SPACE unter Beteiligung des Fraunhofer IKTS. Rund um den Standort Hermsdorf in Ostthüringen sollen AGs, Events und Summer Schools für Kinder und Jugendliche angeboten werden mit besonderem Fokus auf die Wissensvermittlung zu Batterien und Sensorik. Regionales Bündnis nutzt vorhandene Strukturen
Unter der Koordination der Standortinitiative TRIDELTA CAMPUS Hermsdorf arbeiten regionale Akteure gemeinsam am Aufbau unterschiedlicher Formate zur Förderung der MINT-Bildung. Dabei werden vorhandene Strukturen bewusst genutzt und ausgebaut. Der Saale-Holzland-Kreis als Bildungsträger kann die Räumlichkeiten des Staatlichen Berufsschulzentrums als zentralen Lernort des SENSOR SPACE zur Verfügung stellen. Die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) bringt die Erfahrung und Kontakte von anderen regionalen Schülerforschungszentren ein und verantwortet Schulungen. Das Team Nucleus, Wissens- und Technologietransferstelle der Ernst-Abbe-Hochschule und der Friedrich-Schiller-Universität Jena, entwickelt Camp-Formate und unterstützt bei deren Umsetzung. Das Fraunhofer IKTS ist im MINT-Cluster SENSOR SPACE wissenschaftlicher Partner und kann hochaktuelle Forschungsfelder zum Beispiel im Bereich der Sensorik und der Batterieforschung in den Angeboten vorstellen. Im Zusammenspiel der verschiedenen Akteure liegt die Stärke, so Janina Kühn, Leiterin der TRIDELTA CAMPUS Geschäftsstelle: "Mit dem MI(N)TmachLabor SENSOR SPACE leisten der TRIDELTA CAMPUS und dessen Kooperationspartner einen entscheidenden Beitrag für die technische Bildung von Kindern und Jugendlichen und die damit zusammenhängende digitale Transformation der Gesellschaft in Ostthüringen."

Summer School in Hermsdorf geplant
Im Rahmen des mit ca. 450.000 Euro geförderten BMBF-Projekts werden in den nächsten drei Jahren Kursformate und AGs an regionalen Schulen auf- und ausgebaut. Mit der Anschaffung von Lernkoffern und weiterer technischer Ausstattung können die Kurse aus mehreren Modulen bedarfsgerecht zusammengestellt werden. Dank des SENSOR SPACE Mobils können künftig auch ländliche Gegenden von den Angeboten des MINT-Clusters profitieren. Darüber hinaus bietet das Fraunhofer IKTS im Sommer 2021 am Standort Hermsdorf eine Summer School an. Begleitet von Fraunhofer-Forschenden werden interessierte Schülerinnen und Schüler in einem einwöchigen Kurs mehr über Funktionsweise, Konstruktion und Einsatz von Sensoren erfahren und diese auch praktisch aufbauen und testen. Zudem erhalten sie Einblicke in eines der größten angewandten Forschungsinstitute in der Region. Für Prof. Michael Stelter, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IKTS ist das Engagement ein logischer Schritt: "Mit dem Fachkräftemangel in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen, wie wir Sie am Institut benötigen, sind wir leider jetzt schon konfrontiert. Unser Engagement, MINT-Interesse regional zu wecken und den Nachwuchs vor Ort gezielt zu fördern, ist daher ein konsequenter Schritt."

Weiterführende Links


www.ikts.fraunhofer.de 
Zum TRIDELTA CAMPUS HERMSDORF Foto: Fraunhofer IKTS

Silicon Saxony e.V.

Der Silicon Saxony e. V. ist mit rund 350 Mitgliedern das größte Hightechnetzwerk Sachsens und eines der größten Mikroelektronik- und IT-Cluster Deutschlands sowie Europas. Als eigenfinanzierter Verein verbindet Silicon Saxony seit seiner Gründung im Jahr 2000 Hersteller, Zulieferer, Dienstleister, Hochschulen/Universitäten, Forschungsinstitute, öffentliche Einrichtungen sowie branchenrelevante Startups am Wirtschaftsstandort Sachsen und darüber hinaus. Übergeordnete Ziele der Netzwerkarbeit sind u. a. der Ausbau sowie die Stärkung des führenden Mikroelektronikstandortes Europas als auch das Vorantreiben der parallel verlaufenden Entwicklung hin zu einem Softwareland Sachsen. Dies geschieht in enger Abstimmung mit der sächsischen Landesregierung und den Wirtschaftsförderinstitutionen im Freistaat. In dieser Konstellation unterstützt der Verein auch das regionale Standortmarketing. Der thematische Fokus des Clusters liegt auf den technologischen Trends der Gegenwart und Zukunft – z.B. Künstliche Intelligenz, Robotik, Automatisierung, Internet of Things, Sensorik, Energieeffizienz, Neuromorphes bzw. Edge Computing. Als enger Kooperationspartner des Dresdner Smart Systems Hubs sowie des Leipziger Smart Infrastructure Hubs bietet Silicon Saxony zudem direkten Zugang zu den Themen, Projekten und Standorten der Digital Hub Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums. Als öffentlichkeitswirksame Informations-, Kommunikations- und Kooperationsplattform sowie durch die Teilnahme an und die Organisation von Branchenevents fördert der Verein die regionale, nationale und internationale Vernetzung seiner Mitglieder. Gezielte Lobbyarbeit gewährleistet z.B. die Mitgestaltung von Förderprogrammen - von der lokalen bis zur europäischen Ebene. Experten des Netzwerkes stellen zudem in Arbeitskreisen und weiteren Formaten den Know-how-Transfer sowie enge wirtschaftliche Beziehungen zwischen den Mitgliedern sicher und treiben Innovationen voran.